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Übersicht der Pressemitteilungen der Stiftung

 

Stiftung- Fazit 2025 und Ausblick 2026

Im Jahr 2025 stand für uns als Stiftung für das sorbische Volk vor allem der Stand der Verhandlungen zum Fünften Finanzierungsabkommen im Mittelpunkt. Diese wurden bereits im September 2023 aufgenommen und fanden unter zunehmend schwierigen finanziellen Vorzeichen statt. Inzwischen stehen die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss, sodass das Abkommen Anfang 2026 unterzeichnet werden soll. Damit erhalten unsere Stiftungsverwaltung, die acht institutionell geförderten Einrichtungen sowie zahlreiche Projektvorhaben Planungssicherheit bis 2030. Zudem können die gestiegenen Personalkosten aufgefangen werden, ohne dass ein Stellenabbau erforderlich ist. Dies schafft die notwendige strukturelle Grundlage, um unsere zentrale Aufgabe - die sorbische Sprache und Kultur auch künftig vital und sichtbar zu erhalten - nachhaltig erfüllen zu können.

Auch im Bereich der Digitalisierung konnten wir 2025 spürbare Fortschritte erzielen, insbesondere in der Sprachtechnologie und der Prozessdigitalisierung. Auf dem Weg zur großen Vision eines sorbisch-deutschen digitalen Simultanübersetzers wurden erste Praxistests erfolgreich durchgeführt. Damit hat die sorbische Sprache im Vergleich zu den großen Sprachen auf dem Gebiet der maschinellen Spracherkennung und der automatischen Textübersetzung deutlich aufgeholt. Im Jahr 2026 werden wir weiter an der Verbesserung der Datenbasis und damit an der Qualität der Anwendungen arbeiten. Ein weiteres bedeutendes Vorhaben ist die Einführung eines zentralen Dokumentenmanagementsystems in fünf sorbischen Einrichtungen, dessen Umsetzung 2026 abgeschlossen werden soll. Ziel ist, zahlreiche wiederkehrende Verwaltungsvorgänge zu digitalisieren und dadurch einfacher und effizienter zu gestalten.

 

Die beiden Förderprogramme "Sorbische Sprache und Kultur im Strukturwandel", für die der Bund seit 2022 Strukturmittel zur Verfügung stellt, treten 2026 in ihr fünftes Förderjahr ein. Damit hat der Beirat für Projektanträge im Freistaat Sachsen seine erste Legislatur abgeschlossen und muss ab 2026 neu benannt werden. Gleichzeitig werden die Projekte, die im Jahr 2022 für eine Laufzeit von fünf Jahren bewilligt wurden, umfassend evaluiert. Diese Evaluation soll eine fundierte Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche Weiterförderung schaffen.

 

Das derzeit größte Projekt unserer Stiftung ist das Bauvorhaben "Sorbisches Wissensforum am Lauenareal". Im Jahr 2025 konnten wir die Planungen so weit konsolidieren, dass die Kostenobergrenze eingehalten wird und zugleich mögliche Kostensteigerungen berücksichtigt sind. Die Bewilligung für die erste Förderperiode liegt vor, der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt ist eingereicht. Anfang 2026 sollen die Entwurfsplanung abgeschlossen und baufachlich bestätigt sowie die erforderlichen Baugenehmigungen erteilt sein, sodass im Sommer die ersten sichtbaren Bauarbeiten beginnen können.

 Auch in der Stiftungsverwaltung sind für das Jahr 2026 Veränderungen vorgesehen. So haben wir mit der Neukonzeption unserer Webseite begonnen; der Relaunch ist für 2026 geplant.

Das im Jahr 2025 für die Sorben erarbeitete allgemeingültige Kommunikationskonzept soll 2026 als Grundlage für die Entwicklung konkreter Maßnahmen dienen. Darüber hinaus soll im Frühjahr 2026 unsere überarbeitete Förderrichtlinie beschlossen werden, die für Förderanträge ab 2027 Anwendung findet. Schließlich setzt sich auch der Generationswechsel fort: Drei Mitarbeiter:innen der Stiftungsverwaltung treten 2026 in den Ruhestand. Deren Nachfolge ist bereits intern geregelt.